Frauenrath ist HoffnungsBAUer

Lange Zeit hat die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch Ende Februar 2024 war es endlich soweit: Ein HoffnungsBAUer-Team von Frauenrath konnte nach Kenia aufbrechen. Der einwöchige Einsatz hat die vier Mitarbeiter nach Nanyuki geführt, rund 200 km nördlich von Nairobi. Hier am Äquator auf 2.000 m Höhe haben sie Seite an Seite mit Freiwilligen anderer Unternehmen sowie einheimischen Frauen und Männern ein einfaches, 33 m2 großes Haus für ein hilfsbedürftiges Ehepaar und seine sechs Kinder errichtet.

Jeden Morgen wurden die insgesamt 13 HoffnungsBAUer mit einem Bus in das winzige Dorf gebracht, um bis zum späten Nachmittag Zement anzumischen, eine Bodenplatte zu gießen und in mühevoller Handarbeit Mauern aus vor Ort gepressten und getrockneten Lehmziegeln hochzuziehen. Auch der Familienvater hat mitgeholfen, wo es ihm irgendwie möglich war. Eine strapaziöse Arbeit, denn Strom und fließend Wasser gibt es nicht und als Hilfsmittel standen nur die mitgebrachten Schaufeln und Wasserwaagen zur Verfügung.

Die HoffnungsBAUer sind eine Initiative der Hilfsorganisation Habitat for Humanity Deutschland e. V., die sich zusammen mit Unternehmenspartnern der deutschen Bau- und Immobilienbranche weltweit für Menschen in Not einsetzt. Unterstützt wird die Initiative u. a. durch den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V. Sie dient der Branche als Plattform, um sich mit vereinten Kräften in Katastrophengebieten und Entwicklungsländern einzusetzen. Gemäß der Devise „Jeder hat das Recht auf ein Dach über dem Kopf und ein schützendes Zuhause“ werden z. B. in Kenia einfache und finanzierbare Häuser errichtet sowie der Zugang zu sanitären Anlagen und sauberem Wasser geschaffen.

„Wechselbad der Gefühle“

 

Das neue Zuhause bedeutet für die Familie eine deutliche Verbesserung ihrer Lebenssituation. Denn bislang wohnte sie in ärmlichsten Verhältnissen gleich nebenan in einer kleinen Lehmhütte, die kaum Schutz vor Hitze, Wind oder den teils heftigen Regenfällen bot.

„Ich bin einfach nur glücklich und stolz, dass ich dabei sein durfte“, sagt HoffnungsBAUer Markus Paulsen: „Das alles muss man einfach selbst gesehen und erlebt haben: diese Not und Armut und gleichzeitig diese Freundlichkeit und große Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird. Das geht wirklich nahe.“ Dem pflichtet auch Anna-Marie Klee bei, die ebenfalls mit von der Partie war. „Wir alle“, erzählt sie, „sind jeden Tag durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen: Einerseits war da die Freude, hier vor Ort Hilfe zu leisten, andererseits dieses Gefühl von Ohnmacht und Niedergeschlagenheit wegen der sehr bedrückenden Lebensumstände so vieler Menschen dort. Umso so mehr haben wir uns natürlich über die Nachricht gefreut, dass die Familie ihr neues Haus Ende März und damit rechtzeitig vor Beginn der Regenzeit beziehen konnte.“

Zurück